Letzte innerörtliche städtische Grünfläche in Brauweiler in Gefahr

Auf der letzten innerörtlichen städtischen Grünfläche von Brauweiler droht der Bau eines Feuerwehrgerätehauses. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Stadt jahrelang versäumt, das bestehende, in die Jahre gekommene Gebäude, welches längst nicht mehr heutigen Sicherheitsanforderungen genügt, durch einen Neubau zu ersetzen. Weil es nun eilt, soll die benachbarte Grünanlage herhalten, die für die Bevölkerung von Brauweiler und Dansweiler von unersetzbarem Wert ist. Laut Aussage der Verwaltung sollen allerdings alternative Standorte geprüft werden.

Eine vierköpfige Initiativgruppe hat nun in einem Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung den Erhalt der Grünfläche sowie den dauerhaften Verzicht auf eine bauliche Nutzung der Fläche verlangt und die nachstehende Pressemitteilung versandt.

Pressemitteilung

Der Unterzeichner und die Unterzeichnerinnen dieser Pressemitteilung sind der Auffassung, dass Rat und Verwaltung der Stadt Pulheim in der Pflicht sind, der freiwilligen Feuerwehr von Brauweiler statt der überalterten eine neue und angemessene Unterkunft zu verschaffen, und dies seit geraumer Zeit. Gleichzeitig fordern sie im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, den zweifellos erforderlichen Neubau nicht auf der Grünfläche an der Alfred-Brehm-Straße zu planen. Mit ihrem Bürgerantrag (beigefügt) verlangen sie den ungeteilten Erhalt und die dauerhafte planungsrechtliche Sicherung dieser einzig verbliebenen öffentlichen Grünfläche in Brauweiler.

Die Forderung wird von den Antragstellern wie folgt begründet:

Innerörtliche Grünflächen wie diese stellen für Bewohner der umgebenden Wohngebiete einen hohen und unersetzbaren Wert dar. Sie bieten ihnen Raum für Erholung, Entspannung, Spiel und geselliges Treffen. An heißen Sommertagen sorgen sie für Kühle und angenehmen Aufenthalt, nicht nur auf der Grünfläche selbst, sondern auch in den angrenzenden Gebieten. Eine Durchgrünung von Wohngebieten ist deshalb im Hinblick auf den Klimawandel von Bedeutung. Nicht zuletzt sind derartige Grünbereiche auch ökologisch, als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, wichtig.

Der Grünbereich an der Alfred-Brehmstraße mit seinem geräumigen Kinderspielplatz, dem angrenzenden Park, altem Baumbestand, Hecken und Bänken ist in der Bevölkerung beliebt und wird zu allen Tageszeiten von jungen wie alten Menschen aufgesucht.

Das Ensemble der Grünfläche und der östlich angrenzenden historischen Allee ist in seiner Gesamtheit Teil der gewachsenen Ortsstruktur Brauweilers und als solches schützenswert.

Der Rat der Stadt Pulheim hat sich mit seinem „Integrierten Klimaschutzkonzept“, in welchem die Vorbildwirkung der Stadt besonders betont wurde, zu den Zielen des Klimaschutzes und einer klimagerechten Stadtentwicklung bekannt. In einem gesonderten „Appell zum Klimawandel“, der sich sowohl an die Bürgerinnen und Bürger als auch an die Stadt selbst richtete, wurde ein starkes Signal gesendet, um bei allen künftigen Entscheidungen den Klimabezug herzustellen.

Würde der Rat der Stadt Pulheim beschließen, die innerörtliche Grünfläche an der Alfred-Brehm-Straße in ihrem Bestand in Gänze zu sichern und auf eine Bebauung an dieser Stelle auf Dauer zu verzichten, so stünde dies in Einklang mit den vorgenannten und vom Rat selbst beschlossenen Zielen. Der Erhalt würde den vitalen Interessen der hier lebenden und in Zukunft lebenden Bürgerinnen und Bürger entsprechen.

Gez.

Anna Langhans       Christine Hucke       Angolita Vogel-Werner       Paul-Gerhard Menz

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Ernährung lokal denken

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Beim Agendatreffen am 16.09.2020 hielt Stephan Schreckenberg, Mitglied der Lokalen Agenda 21 in Pulheim und im Ernährungsrat Pulheim einen Vortrag zum Thema Ernährung, zur Arbeit des Ernährungsrats und zu beabsichtigten Aktivitäten des Ernährungsrats in Pulheim. Den Inhalt des Vortrags können Sie hier nachlesen: Vortrag Schreckenberg©

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Ein Wunschtraum ging in Erfüllung

 Guidelplatz Webseite

Irgendwann einmal auf einem neu gestalteten Guidelplatz in Brauweiler sitzend einen Kaffee zu trinken, das war mein sehnlichster Wunsch. Doch mehr als 20 Jahre mit Hoffen und Bangen, mit einem Wechselbad zwischen Zuversicht und Resignation mussten ins Land gehen, ehe mein Wunsch endlich in Erfüllung ging.

Alle, die den langen Planungsprozess mit mehr oder weniger Skepsis verfolgt oder - wie die Lokale Agenda 21 - aktiv begleitet haben, erleben die Realisierung des Projekts nun wie das Märchen von Aschenputtel: Ein hässlicher Parkplatz mit Hinterhofmilieu hat sich in einen eleganten mit Natursteinen gepflasterter Platz verwandelt, frei von Autoverkehr, umgeben von Gebäuden in zeitgemäßer Architektursprache, im Erdgeschoss überdachte Arkaden und Läden, darüber Wohngeschosse mit Loggien, ein sog. Kunsthaus mit Fensterumrahmungen in fröhlichen Farben. Holzbänke stehen an den Platzrändern, beleuchtete Fußwegverbindungen, von Grün begleitet, führen in angrenzende Geschäfts- und Wohnbereiche.

Kinder erobern den Platz mit ihren Rollern, Radler und Fußgänger überqueren ihn oder lassen sich auf den Bänken nieder, verweilen plaudernd und staunend. Drei Lokale haben Stühle und Tische aufgestellt und laden ein, die Atmosphäre bei einem Kaffee, einem Eis oder einer Pizza zu genießen. Die Glocken der Abteikirche übertönen mit ihrem Abendläuten die Gespräche und das Lachen.

Lärm- und temporeduziert fließt im Hintergrund der Autoverkehr. Alles überstrahlend beherrscht die von der Abendsonne beleuchtete Abteifassade mit ihren warmen Farbtönen den Platz. Die Platzfläche reicht bis dort hin. Durch eine weit geöffnete Toranlage geht der Blick, Neugier weckend, ins Innere des Gebäudekomplexes. Ein paar Schritte und man befindet sich in dem berauschend schönen Prälaturhof und dem ehrwürdigen mittelalterlichen Marienhof.

Brauweiler, der so lange von Provisorien, Baustellenverkehr und Baulärm gepeinigte Ort, hat eine neue Mitte, eine „gute Stube“ bekommen. Die Einwohnerinnen und Einwohner scheinen sie liebend anzunehmen.

Dank gebührt der Gold-Kraemer-Stiftung, die mit  Mut und Ausdauer, unbeirrt von allen Widerständen, an ihrem Projekt eines inklusiven Künstlerzentrums festgehalten hat. Mit großer Neugier darf man nun noch darauf warten, was sich innerhalb der neuen Gebäude, insbesondere im Kunsthaus, an attraktiven Angeboten entwickeln wird.

Paul Menz

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Einspruch gegen Ultranet formulieren

WORUM GEHT ES? Die PBU – Pulheimer Bürgerinitiative gegen Ultranet e.V. hat in Zusammenarbeit mit der IG Hürth e.V. gegen Hochspannung und dem Aktionsbündnis Ultranet einen Einspruch-Konfigurator entwickelt, der als Hilfestellung zur Erhebung eigener persönlicher Einwendungen dienen soll.

Mit Hilfe des Einspruch-Konfigurators kannst du/ können Sie mit nur wenigen Klicks eine Einwendung zusammenstellen. Die bis zu 90 m hohen Monster-Masten wurden bereits 2012 mit der Möglichkeit beantragt, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern. Hinzu kommen soll aber nicht eine bedarfsdeckende Wechselstromleitung, sondern als Pilot-Projekt eine Höchstspannungs-Gleichstrom-Leitung (HGÜ), die unseren Strompreis  -in Form steigender Netzentgelte- weiter erheblich verteuert und als unnötige Investition mit 5 - 7% Verzinsung der Firma Amprion für die nächsten 10 Jahre satte Profite garantiert.

Es geht also keineswegs um Versorgungssicherheit und bezahlbaren Strom, sondern um Garantiezinsen für Investitionskapital zum finanziellen Schaden der einfachen Stromkunden!

Die Beteiligungsfrist lief bis zum 16.04.2020. Siehe auch Kölner Stadtanzeiger vom 11./12.04.2020

Insgesamt wurden knapp 1450 Einwendung mit annähernd 30.000 Seiten an die Bundesnetzagentur gesendet!

Hans-Jürgen Jonas

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Klimanotstand, Politik wiegelt Bürgerantrag ab

Die Friedensinitiative/attac in Pulheim-Stommeln hatte Ende Oktober 2019 in einem Bürgerantrag nach § 24 Gemeindeordnung die Ausrufung eines Klimanotstands gefordert. Die Stadt Pulheim sollte damit veranlasst werden, die Maßnahmen des im Jahre 2017 beschlossenen Klimaschutzkonzepts mit größerer Dringlichkeit durchzuführen sowie bei jeder künftigen Entscheidung die Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Artenschutz zu beachten. In Deutschland haben bis jetzt 68 Städte, darunter auch Köln, einen entsprechenden Beschluss gefasst. Statt dem  Bürgerantrag zuzustimmen und den Klimanotstand auszurufen, verabschiedete jedoch die Ratsmehrheit in Pulheim lediglich einen „Appell zum Klimawandel“.

Nach einem Bericht im Kölner Stadtanzeiger am 12.12.2019 verfassten seitens der Lokalen Agenda 21 in Pulheim Dr. Walter Jakobi und Paul Menz Leserbriefe, die der Kölner Stadtanzeiger am 19.12 2019 unter der Überschrift „Politik wiegelt Bürgerantrag ab“  veröffentlichte.

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