Gewohnheiten ändern - eine Ansprache zum Neuen Jahr

Auf dem Neujahrsempfang im Rittergut Orr hielt Hausherr Wolf-Rüdiger Schmidt-Holzmann ein bemerkenswertes Plädoyer für den Klimaschutz. Er schilderte eindrucksvoll, warum und wie er in seinem Unternehmen langfristig plant und nachhaltig handelt. Seine wichtigste Anregung: „Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern!“

Im Orrer Busch hat er sämtliche Fichten entnommen und 7.800 neue Bäume gepflanzt, die widerstandsfähiger sind und dem Klimawandel wohl mehr entgegenzusetzen haben. Er erwartet wirtschaftlichen Nutzen erst über einen langen Zeitraum von 100 Jahren, freut sich aber, dass die neue Bepflanzung sofort jede Menge CO2-Emissionen speichert. Geplant hat er ferner eine Holzhackschnitzel-Heizung für das Haus Orr, die ausschließlich mit dem Holz aus der Bewirtschaftung des Parks betrieben werden kann. Wie Herr Schmidt-Holzmann im anschließenden Gespräch erwähnte, hat er im Walzwerk Zisternen geschaffen, die das Regenwasser sammeln. Das wird nicht mehr in den Kanal eingeleitet; vielmehr wird es verbraucht oder es versickert auf dem Gelände.

Wir können davon ausgehen, dass dieser Unternehmer seine Maßnahmen auf auch auf Wirtschaftlichkeit geprüft hat. Er ermutigt jeden, offen zu sein für Veränderungen und als Einzelner Verantwortung zu übernehmen und nicht auf die Politik zu warten. „Denken Sie an Ihre Kinder und Enkel und treffen Sie die richtigen Entscheidungen, ob zu Hause, bei der Arbeit oder in der Freizeit,“ formuliert er zum Schluss.

Den vollen Wortlaut seiner Ansprache, die feinfühlig formuliert ist und nachdenklich stimmt, finden Sie nachstehend.

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2018 - Klimawandel noch zu stoppen?

2018 Bcherpaket

Neun neue Bücher aus dem Nikolauspaket der Lokalen Agenda 21 mit insgesamt 1777 Seiten nachhaltigem Lesestoff sind in der Stadtbücherei Pulheim verfügbar, darunter auch vier Kinderbücher zum Thema:

Claus-Peter Hutter: Die Erde rechnet ab: Wie der Klimawandel unser tägliches Leben verändert - und was wir noch tun können, 2018, 304 Seiten
Ilona Koglin, Marek Rohde: Gärtnern für eine bessere Welt: Rette die Vielfalt: eine andere Welt ist pflanzbar Das Handbuch für Idealisten und grüne Helden, 2018, 144 Seiten
Harald Lesch, Klaus Kamphausen: Wenn nicht jetzt, wann dann? Handeln für eine Welt, in der wir leben wollen, 2018, 368 Seiten
Wilfried Bommert, Marianne Landzettel: Verbrannte Mandeln: Wie der Klimawandel unsere Teller erreicht Broschiert, 2017, 288 Seiten
Ute Scheub, Stefan Schwarzer: Die Humusrevolution: Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen, 2017, 240 Seiten
memo Wissen entdecken: Klimawandel: Hitze, Stürme, Überschwemmung. Das Buch mit Poster!, 2018, 72 Seiten
Emily Gravett: Aufgeräumt! Gebundenes Buch, 2017, 40 Seiten
Anne Jankéliowitch, Yann Arthus-Bertrand: Wie geht's dir Welt und was ist morgen?, 2017, 176 Seiten
Michaela Koschak: Entdecke den Klimawandel (Entdecke - Die Reihe mit der Eule), 2015, 56 Seiten

 

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Folgeschäden der Braunkohle

Presseinformation des Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“ (LoB) vom 21.11.2018 und Stommelner Appell zum herunterladen und unterschreiben.

Das Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“ (LoB) fordert die Verankerung von Ausgleichszahlungen für die durch den Braunkohleabbau entstandenen Schäden im Abschlussdokument der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission). Andernfalls kann ein sozialverträglicher Strukturwandel für die Bergbaubetroffenen gerade auch im Hinblick auf die entstandenen Ewigkeitslasten nicht gelingen.

Braunkohle - Folgeschäden für die Ewigkeit

Der Braunkohleabbau schafft neben den aktuellen Problemen auch in Zukunft nach seinem Ende ungeklärte Risiken. Dazu zählen neben den nicht reparablen Landschaftsschäden, den Braunkohlebergbauschäden an Grund und Boden, auch die drohende Schädigung und der zukünftige Verlust von Millionen Kubikmetern wertvollen Grundwassers.Rote Wsser Trnich 1Da absehbar ist, dass RWE für den angestrebten früheren Ausstieg aus der Braunkohleverstromung Entschädigungen verlangen wird, muss im Gegenzug auf die bereits entstandenen und auf die zukünftigen Schäden an Mensch und Umwelt eine Gegenrechnung aufgemacht werden. Sonst bleiben am Ende im schlimmsten Fall Einzelpersonen und die Allgemeinheit auf den Kosten sitzen. Hierfür soll RWE „Reparationszahlungen“ leisten: Bevor die nächste Runde bestellt wird, sollte erst der alte Deckel bezahlt werden! In welcher Form und Höhe lasst sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer festlegen. Denkbar ist ein Fond ähnlich dem im Ruhrgebiet zur Finanzierung von Ewigkeitslasten. Da die Folgenkosten heute kaum absehbar sind, sollte eine unabhängige Expertenrunde dies festlegen.

Denn bereits jetzt ist der Grundwasserkörper in unserer Region schwer geschädigt.

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Der Ernährungsrat Pulheim

Ernhrungsrat 1

So wie viele Städte auf der ganzen Welt, erkennen immer mehr Menschen auch in der Kölner Region, dass gesunde und nachhaltig produzierte Nahrung vor Ort hergestellt werden muss. Klimagerechtigkeit, Ernährungssouveränität, die Unabhängigkeit von Agrarkonzernen, pestizid- und kunstdüngerfreie Nahrungsmittelproduktion, biologische Vielfalt (Biodiversität), verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen, Stopp des Flächenverbrauchs durch immer neue Bautätigkeiten und die Wiederherstellung der Schönheit unserer bäuerlichen Kulturlandschaft sind da nur einige der dringenden Themen.

Wir möchten helfen, dieses Bewusstsein zu schärfen und die Erkenntnisse im Kleinen wie im Großen in die Praxis umzusetzen. Wenn Sie Lust haben uns zu unterstützen oder am nächsten Ernährungsrat-Treffen teilzunehmen erreichen Sie uns hier: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Oder unterstützen Sie doch unsere regionalen Landwirte durch einen Einkauf im Hofladen. Wo Sie in unserer Region Hofläden  finden können, zeigt diese Übersicht.

Ernhrungsrat 2

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Lokale Agenda 21 feierte 20-jähriges Bestehen

Mit einem fröhlichen Wiesenfest auf dem Gelände des Kinderwalds e.V. in Stommeln feierte die Lokale Agenda 21 ihr 20-jähriges Bestehen. Eingeladen und  anwesend waren Vertreter der Verwaltung und der Fraktionen, ehemalige Mitglieder sowie Freunde und Interessierte.

In seiner Begrüßungsrede beschrieb der Vorsitzende Dr. Walter Jakobi u. a. das Bestreben der Agenda, im Konsens mit Politik und Verwaltung sowie mit Bürgerinnen und Bürgern in Pulheim eine nachhaltige Entwicklung zu etablieren. Besonderen Wert lege die Agenda dabei auf die Umsetzung des kürzlich unter ihrer Mitwirkung erstellten Klimaschutzkonzepts. Es sei notwendig, Umwelt- und Klimaschutzziele ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Bürgermeister Frank Keppeler fand anerkennende Worte für die Arbeit der Agenda und sicherte für die weitere Zukunft seine Unterstützung bei der Verfolgung der von der Agenda vertretenen Ziele zu.

Drei der zahlreichen Projekte der Agenda wurden beispielhaft in Interviews und an Informationsständen vorgestellt; und zwar die Projekte Feinstaubmessung, Repair-Café und das Energieprojekt an Schulen. Der Kinderchor der Schule Bachstraße unter Leitung von Hiltrud Becker und das Bläserensemble „Die Spätzünder“ unter Leitung von Horst Hüsgen sorgten für eine festliche musikalische Umrahmung der Feier. Die professionelle Moderation des offiziellen Teils erfolgte durch Peter Worms.

Unter Mitwirkung von Mitgliedern hatte Claus Gödderz eine Festtagsbroschüre erstellt, die auf dem Fest verteilt wurde. Mit einem „gemütlichen“ Teil und mit gesundem Essen und Trinken klang das Fest aus. Für gute Stimmung sorgte nach langer Regenperiode auch das plötzlich einsetzende sonnige Wetter.

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